Mit 10 Tagen kombinierter Argentinien-Erfahrung
und einstündiger konzentrierter Beobachtung der sich ent- und verwickelnden Wellensysteme
am Himmel über San Martin de los Andes war es für die dreiköpfige MWP-Vorhut am
Flugplatz Chapelco ein Leichtes, den Funkspruch des brasilianischen Fliegerfreundes zu
verstehen.
Nach ersten Akklimatisierungsversuchen in Buenos
Aires waren René, Wolf-Dietrich und Michael auf mehr oder weniger
abenteuerliche Weise in San Martin eingetroffen und hatten in der traumhaft gelegenen
Hosteria "Parquo los Andes" Quartier bezogen:

Heute -Mittwoch morgen- gab es dann erstmal
Hausaufgaben logistischer Art zu erledigen:
Am Nachmittag dann hatte der auffrischende
Wind die Cirren auseinandergerissen und eine dynamische Aufführung verschiedenster
Wellenwolken inszeniert.
Genau das, was die Jungs brauchten, um die
strapaziösen Hindernisse der letzten Tage zu vergessen...
Geträumt hatte das Team von einer Ankunft
ihrer S 10 am 26.10.99 im Hafen von Buenos Aires. Bis das Flugzeug dann zwei Wochen
später endlich in Richtung Anden abhob, hatten wir nicht nur die Tango-Bars von Buenos
Aires, sondern auch die Geheimgänge der Zollverwaltung kennengelernt und außerdem fast
unser halbes Reisebudget in die Kaffeekasse der südamerikanischen Bürokratie deponiert.
Auch war die argentinische Luftwaffe der
Meinung, dass eine S 10 nicht so einfach unbeobachtet und unkontrolliert durch den
nationalen Luftraum segeln darf - eine spezielle "autorización" war unbedingt
erforderlich!
Geträumt hatten wir nur auch von einer
unkomplizierten Ankunft in San Martin. Geschafft hat das einzig Wolf-Dietrich!
René durfte als erster die Erfahrung sammeln,
dass selbst 3/8 Cu, wenn sie ungünstig liegen, den Abbruch eines "visual
approach" verursachen können. Sein Jet musste im 150 km entfernten Bariloche
landen... und er die Strecke in einer 5-stündigen Bus(tor)tour wieder zurückfahren, ein
unvergessliches Erlebnis! Das Eintreffen um Mitternacht bei Regen und Andensturm in einer
kleinen schlafenden Stadt war schon die erste Herausforderung.
Hatte es da die Stemme-Besatzung mit Martin
und Klaus besser, die heute nach einem 10-stündigen Kampf mit 30 Knoten Gegenwind aus
B.A. kommend, 28 min nach Sunset in San Martin landete? Ohne Zweifel, wurde sie doch in
der Hosteria begeistert mit Bier und Wein empfangen!
La Primavera esta llegado - die
Welle steht
adelante MWP!