| Da waren´s nur noch drei... | ||
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Kaum war das Bergfest vorbei, mussten sich die ersten MWP´ler schon um die Bestätigung ihrer Rückflüge kümmern. René traf es als ersten, am Donnerstagnachmittag ging´s über Bariloche zum last Tango in Buenos Aires, einen Tag später zur Pflichterfüllung der ersten Art heim in die Hauptstadt. Wie es sich für einen echten Wetterberater gehört, hatte er die Hochs und Tiefs so arrangiert, dass für die Tage nach seiner Abfahrt erst mal relativ überschaubare Verhältnisse herrschten: es kam Wind auf. Kurz nachdem er im fliegenden Wechsel mit Reinhard Schramme, der zu Diether Memmert´s Gruppe stiess, den Southern Winds Jet bestiegen hatte, kam per Funkrelais die Meldung, dass die S10 mit Klaus und Michael dabei war, den ersten 8000er zu erklimmen. Für unsere Stemme ein Novum: so hoch und ohne Motor! Dem war´s dann doch zu kalt - noch tiefgekühlt wieder am Boden verlor er nicht nur alle Lust zum Anspringen, sondern auch jede Menge beim Abstieg eingesammelten Kondenswassers. Am Freitag machte sich Michael auf die Socken, oder besser, auf die 4 ½ stündige scenic tour per Autobus zum Flughafen San Carlos. Seine Verabschiedung verzögerte den Start von Martin und Klaus, erst um 11 Uhr meldeten sie den Abflug. Wir fanden Klaus habe nun genug geübt, es sei jetzt langsam Zeit für ein paar richtige Flüge. Das muss auch unser Langstreckenpilot gespürt haben. Als die S10 um 20 Uhr zum Abstellplatz gerollt kam, liess das vereinte Grinsen unter der Haube Erfolg ahnen. Und tatsächlich: Mit einem 1060km Zielrück nach Süden hatte sich Klaus selbst geschlagen und die Marke für den längsten Streckenflug in Argentinien neu gesetzt. (Flugbericht folgt) Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich! Obwohl zwischen der in Deutschland hausgemachten Prognose und der
Modellvorhersage der Argentinier gewisse Diskrepanzen bestanden, sahen
Wolf-Dietrich und Klaus eine geringe Chance im präfrontalen Windfeld
einer heranziehenden Kaltfront nochmal einen grossen Flug zu schaffen. Um
7 am Morgen war es in den Bäumen im Park der Hosteria allerdings
beunruhigend still - sollten die Argentinier doch Recht behalten? Kleine
Wolkenfetzen wurden von Klaus mit Profi-Optimismus als Rotoren definiert,
Chauffeur Martin geweckt und das Frühstück um ein paar Toasts gekürzt.
Draussen am Flugplatz sah es dann schon verlockender aus. Kurz vor 9 hob
die Stemme ab, 20 Minuten später kam der Abflug in 2300m und nochmal 20
Minuten darauf ging´s in 3500m mit Karacho nach Süden der Front und den
Lentis entgegen. |
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Es durfte gefeiert werden. Die Stemme hatte nun an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit zwei Flügen deutlich über der magischen 1000er Marke zwei neue argentinische Bestmarken gesetzt. Da fiel es auch Martin leichter die Koffer zu packen, konnte er doch nun mit real good news im Gepäck die Heimreise Richtung Strausberg antreten. Am Sonntag um ½ acht begrüsste der Busfahrer den nächsten der pilotos alemanos als pasajero auf seinem Frühtrip nach Bariloche. Die übrigen Helden waren noch ziemlich müde von den Abenteuern des Vortages. Übrigens auch die Kaltfront: sie hing den ganzen Vormittag in den Bergen der Umgebung und liess die Crew erstmal das Schlafdefizit abbauen. Am Nachmittag traf sich das übriggebliebend Dreier-Team Carsten, Klaus und Wolf-Dietrich zu einer Lagebesprechung, führte eine kurze Inspektion ihres Fliegers und der Ausrüstung durch und liessen die Stemme bei einem kurzen Testflug zur Abwechslung mal wieder in schwacher Thermik kreisen.
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