Bericht aus Luftsport spezial 01/99
Bericht


Fliegen und Forschen

... an diesem Leitsatz orientieren sich die Aktivitäten der wissenschaftlichen Sektion der OSTIV. So hat es sich die Meteorologie zum Ziel gesetzt, die Phänomene des Wettergeschens zu untersuchen, die sich in Gebieten von der Länge eines Streckenfluges im Segelflugzeug (100-1000 km) entwickeln und abspielen.

In der Gruppe Mountain Wave Project werden insbesondere die Wellensysteme untersucht. Nach ersten Testflügen in den französischen Alpen ist nun eine Expedition in die argentinischen Anden geplant. Da die Anden in ihrer ganzen Länge quer zu den vorherrschenden Westwinden liegen und so ein ideales Hindernis zur Erzeugung von ausgedehnten Wellensystemen bilden, drängt sich das im Lee dieser Gebirgskette liegende Argentinien als hochinteressantes Freiluftlabor und vielversprechende Arena für Rekordflüge geradezu auf. Die Begeisterung, mit der die Piloten und Wissenschaftler die nächste Expedition des Mountain Wave Project in St. Martin de los Andes planen, ist daher nur allzu verständlich. Das vor Ort geforderte Know-How bringt das 5-köpfige Idealisten-Team aus 2 Meteorologen (René Heise und Carsten Lindemann), einem Rekordpiloten (Klaus Ohlmann), einem Physiker (Wolf-Dietrich Herold) und einem Ingenieur (Martin Just) - allesamt erfahrene Segelflugpiloten- in allen Belangen mit. Erst das grosszügige Angebot der Fa. Stemme, einen ihrer high-tech Motorsegler für die Expedition zur Verfügung zu stellen, brachte das hochmotivierte Team aus den Startlöchern.

René Heise